Motoröl kaufen

Zum Motoröl-Kauf und seiner Herstellung

motoröl kaufenUnter Motoröl versteht man zunächst einmal jegliche Sorte von Öl, die in der Lage ist einen Verbrennungsmotor in ausreichendem Maß zu schmieren. Auch Zweitakt-/ und andere Öle zählen zu den Motorölen, da sie einfach nur für andere Bauarten eines Motors entwickelt wurden. Möchte man nun Motoröl kaufen, sollte man auf folgendes achten:

Die Herstellung von Motoröl kann auf 3 verschiedenen Wegen erfolgen, diese möchte ich einmal kurz erklären:

-Synthetisches Öl: Wird aus Grundölen produziert, die synthetisch oder nicht direkt aus Erdöldestillaten gefördert  wurden.

-Teilsynthetisches Öl: Wird aus einer Mischung vom synthetischen und mineralischen Grundölen produziert.

-Mineralöl: Wird direkt aus Erdöldestillaten gefördert, ist also das reine Grundöl.

Motoröl kaufen – Klassifikationen kennen

 

Bei den Viskositätsklassen wird es allerdings etwas komplizierter. Dort gibt es nämlich für Motoröl sogenannte SAE-Viskositätsklassen, die seit 1911 von der Society of Automotive Engineers festgelegt werden.

Dadurch werden Öle in Sommer-, Winter-, und Mehrbereichsmotoröle eingeteilt, die unterschiedlichen Anforderungen entsprechen. Dies hat einen eher historischen Hintergrund da Motorenöle früher entsprechend den verschiedenen Jahreszeiten – und damit Temperaturen – gewechselt werden mussten, um weiterhin die ausreichende Schmierwirkung des Motors gewährleisten zu können.

 

motoröl kaufenHeute werden in unseren Breitengraden überwiegend Mehrbereichsmotoröle eingesetzt, die man im Winter, wie auch im Sommer fahren kann. Dieses Motoröl kaufen die meisten.

Dank des technischen Fortschritts ist es seit einigen Jahren somit möglich, mit ein und demselben durch alle Jahreszeiten hindurch zu fahren.

Für Extremsituationen wie beispielsweise Reisen in Polarregionen oder dem Motorsport kann man jedoch auch heute noch spezielles Einbereichs Motoröl kaufen.

 

Sommer Motoröl kaufen

 

Motoröle für den Sommer erhalten laut der Klassifikationen verschiedene Viskositätsklassen zwischen 16, welches sehr dünnflüssig, bis hin zu 60, welches sehr dickflüssig ist. Dazwischen gibt es noch die Kennziffern 20, 30, 40 und 50. Diese Ziffern bezeichnen hauptsächlich das Fließverhalten (Viskosität) bei hohen Motoröltemperaturen.

Obwohl auch deutlich höhere Öltemperaturen entstehen können, ist die Ausgangstemperatur für die Bewertung der Viskosität 100°C. Eine höhere Viskosität des Motoröls ist also kein besseres Qualitätsmerkmal, sondern lediglich eine den Anforderungen entsprechende Klassifikation des Fließverhaltens.

 

Winter Motoröl kaufen

 

Bei Motorölen für den Winter ist das Schema ähnlich aufgebaut, jedoch mit anderen Kennziffern und dem Zusatzbuchstaben „W“. Dieses W steht schlicht und einfach für die Eignung des Motoröls im Winter. Die Viskositätsklassen werden beim Winteröl mit Kennziffern zwischen 0W und 25W angegeben. 0W steht hier wieder für sehr dünnflüssig und 25W für sehr dickflüssig. Dazwischen gibt es dann noch die Kennziffern 10W, 15W und 20W.

Als Berechnungswert bei dieser Art Motoröl wird die Tiefsttemperatur angegeben, unter der das Öl noch pumpbar ist.

Die Tiefsttemperatur für das Motoröl 0W liegt bei -40°C, für 5W bei -35°C, für 10W bei -30°C, für 15W bei -25°C, für 20W bei -20°C und für 25W bei -15°C.

Einbereichs – Motoröl kaufen und verstehen

 

Wenn man Einbereichs Motoröl kaufen muss hat es seine fest zugeordneten Viskositätseigenschaften und wird genau mit dieser Kennzahl beziffert. Einbereichs Motoröle waren bis in die 1970er Jahre hinein Marktführer, weil man bis zu dieser Dekade noch keine Mehrbereichs Motoröle kaufen konnte oder diese erst in der Entwicklung waren.

Es existierten für normale Auto-Verbrennungsmotoren die gängigen Sommeröle SAE 20 bis SAE 50, SAE 16 und SAE 60 waren eher unüblich. Das Motoröl SAE 60 wurde im Motorsport oder sehr warmen Regionen eingesetzt und ebenfalls erhältlich war noch das SAE 10 für extrem kalte Gegenden. Auch heutzutage finden sich noch Oldtimer, die auf diese Einbereichs Motoröle angewiesen sind da sie für die damalige Technik gebaut wurden. Fahrer dieser Fahrzeuge können ausschließlich dieses Motoröl kaufen.

 

Mehrbereichs – Motoröl kaufen

 

motorenöl kaufenDiese Öle sind einfach gesagt eine Kombination aus Sommer- und Winter Motorölen, denn sie erfüllen die Anforderungen mehrerer Viskositätsklassen. Auch diese Öle unterliegen den Normen der SAE-Viskositätsklassen.

Dadurch ist es machbar, diese Motoröle im Gegensatz zu den vorher genannten Einbereichs Motorölen ganzjährig zu fahren.

Benannt werden diese Motoröle, anders als Sommer- oder Winteröl, doppelt. Als erstes wird die Wintertauglichkeit – also für den Niedrigtemperaturbereich – beschrieben, beispielsweise mit 10W. Dann folgt ein Bindestrich und danach wird die Sommertauglichkeit – also für den Hochtemperaturbereich – beschrieben, beispielsweise mit 40. Dadurch ergibt sich für dieses Beispiel das Motoröl SAE 10W-40.

Die Möglichkeit, mehreren Viskositätsklassen gerecht werden zu können, erhalten die Mehrbereichs Motoröle durch sogenannte Polymere, diese dienen als Viskositätsverbesserer.

 

Mehrbereichs – Motoröl kaufen und kennen

 

Wie schon vorher beschrieben kann man heute fast ausschließlich nur noch Mehrbereichs Motoröl kaufen. Dieses Motoröl entsteht in der Herstellung dadurch, dass die am Anfang sehr dünnflüssigen Grundöle mit Zusätzen – wie z.B. die Polymere – versehen werden und dadurch die Schmierfähigkeit dieses Motoröls bis hin zu hohen Temperaturen nur wenig an Eigenschaften einbüßt. Hierdurch ist dann die Möglichkeit gegeben, dieses Öl im Sommer sowie im Winter zu fahren. Ganzjährig kann man dieses Motoröl kaufen.

Allerdings muss man dazu sagen, dass der Zusatz von Polymeren bei Motoröl auch einen wichtigen Nachteil hat. Diese Stärke ist nämlich ebenfalls eine Schwäche. Je mehr Polymere dem Motoröl zugesetzt werden – das heißt: je mehr Temperaturbereiche mit Zusätzen überbrückt werden – desto schneller verliert das Motoröl seine Viskosität. Es “altert“ also teilweise deutlich schneller und stärker als Einbereichsöle.

Es ist dann praktisch wieder mit dem Einbereichs-Grundöl in den Eigenschaften vergleichbar und nicht mehr mit denen eines Mehrbereichsöls.

Viele Motortuner und Mechaniker kaufen wegen dieses „Qualitätsverlustes“ deshalb auch bis heute auf das Einbereichs Motoröl.

Jedoch haben auch die Ölhersteller immer weiter an ihren Formeln gearbeitet, sodass man Mehrbereichsöle für den normalen Gebrauch mit gutem Gewissen gebrauchen kann. Aktuell sind sogar schon “lebenslange“ Motoröle im Test, die dann ab Werk ausgeliefert werden sollen.

 

Viskositätsklassen beachten wenn man Motoröl kaufen muss

 

motoröl kaufenDer Fahrzeughersteller, bzw. der Motorenbauer gibt vor für welchen Motor welches Motoröl notwendig ist.

Dieser hat den Motor gebaut und weiß auch durch Tests, welche Besonderheiten der Motor hat, welchen Gegebenheiten er standhalten muss und welche Viskositätsklasse für den idealen Öldruck vorhanden sein muss, damit der Motor optimal läuft. In Kurzform – welches Motoröl erforderlich ist. Der Öldruck ist nämlich ein wesentlicher Faktor für die Wahl des richtigen Motoröls.

Ein zu niedriger Öldruck aufgrund falscher Viskositätseigenschaften kann den Motor nicht ausreichend schmieren, ein zu hoher Öldruck wiederum kann die Dichtungen des Motors überlasten und schädigen. Also muss man immer das richtige Motoröl kaufen!

 

 

Spezielles Motoröl kaufen

Longlife Motoröl kaufen

 

Longlife Motoröl kaufen ist für Fahrzeuge mit computerberechnetem Longlife-Service vorgeschrieben und darf laut Herstellern nicht mit anderen kombiniert oder ergänzt werden. Dies gilt jedenfalls, wenn bei diesen Ölen immer die Garantiebedingungen und Serviceintervalle eingehalten werden wollen. Falls für ein Longlife-Fahrzeug “normales“ Motorenöl gekauft werden soll, muss das Motorsteuergerät darauf umprogrammiert werden.

Longlife-Motorenöl wird immer in die Klasse vollsynthetische Leichtlauföle eingeteilt.

 

Leichtlauf Motoröl kaufen

 

Leichtlauföl ist daraufhin optimiert und entwickelt, Kraftstoff zu sparen, da es im Motor einen geringeren Reibungswiderstand erzeugt. Leichtlauf-Motoröle werden aus sehr dünnflüssigen Grundölen produziert und mit hochwertigem Zusatz aufbereitet, sodass trotz der niedrigen Viskosität dauerhaft ein ausreichender Schmierfilm vorhanden ist.

Zum Beispiel sind fast alle Mehrbereichsöle der Klassifikationen 0W und 5W sind als teil- oder vollsynthetisches Leichtlaufmotoröl konzipiert und hergestellt. Tatsächlich wurde in einigen Tests eine Verminderung des Kraftstoffverbrauchs festgestellt. Man sollte bei ihrem Einsatz allerdings die Freigabe des jeweiligen Herstellers erfragen oder in Erfahrung bringen, ob der Motor dafür geeignet ist.

Bei Herstellerseitig angegebenen SAE Klassifikationen von 0W oder 5W kann man in der Regel davon ausgehen, dass die betreffenden Motoren auf dieses Motoröl getestet wurden und den Anforderungen entsprechen.

 

Motorrad Motoröl kaufen

 

Ein Motorrad Motoröl kaufen unterscheidet sich generell nur wenig von einem normalen Motoröl, jedoch gibt es bei vielen Motorrädern nur einen Ölkreislauf. Das Getriebe ist in diesem Fall an den einen Ölkreislauf mit angeschlossen und daher müssen Motorradöle einige zusätzliche Attribute erfüllen.

Zum einen hat das zur Folge das Motorrad Motoröl durch die bei Motorrädern deutlich höhere Kolbengeschwindigkeit eine höhere Scherstabilität verkraften muss.

Des Weiteren muss das Motorradöl eine gewisse Festigkeit gegen Flächenpressung aufweisen, um die Getriebezahnräder und Getriebewellen ebenfalls ausreichend zu schmieren.

Ist das nicht der Fall wird der Ölfilm förmlich von den aufeinander mahlenden Zahnrädern zerquetscht.

Außerdem wird diesen Kräften mit verstärktem Einsatz von Hochdruckzusätzen begegnet und zwar in einer Menge, wie sie bei Autos nicht oder in nur sehr viel geringeren Mengen vorkommt.

Beim Motorrad Motoröl Kauf ist es deshalb am wichtigsten ein Öl einzusetzen, welches hohen Temperaturen und hohen Drehzahlen standhält. Weiter kommt dazu das ein Motorradmotor wesentlich weniger Motoröl besitzt und die Temperaturspitzen höher sind als beim Auto. Genau deshalb sind diese Kriterien bei Motorrädern sehr wichtig um eine optimale Lebensdauer gewährleisten zu können.

 

Motoröl kaufen – verwenden – Behälter entsorgen

 

Wenn man ein bekannter Kunde bei entsprechenden Unternehmen ist, nehmen auch Tankstellen und Werkstätten Altöl an. Außerdem bieten Mülldeponien die Entsorgung von alten Motorölen an.

Abschließend ist zu erwähnen, dass jedes Unternehmen in dem man Motoröl kaufen kann durch die Altölverordnung dazu verpflichtet ist, gebrauchtes und Altöl anzunehmen.

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