Kühlflüssigkeit und Kühlwasser

Kühlflüssigkeit kaufen

 

Wenn man Kühlflüssigkeit kaufen möchte sollte man einges beachten – wir sagen es Ihnen! Die am häufigsten verwendete Kühlflüssigkeit ist Wasser, dabei gibt es oftmals zwei geläufige Kreisläufe für Kühlwasser. Die erste davon ist die Zirkulationskühlung. Dabei wird die Flüssigkeit wiederholt durch einen Kühlkreislauf geleitet und sie wird durch Wärmemitführung gekühlt. Die zweite Möglichkeit ist die Durchlaufkühlung. Hierbei wird das aufgeheizte Wasser nach einmaligem erwärmen wieder abgeleitet.

Beide Variationen beschreiben die Wasserkühlung.

 

In einem Verbrennungsmotor findet eine Zirkulation statt. Die Umgebungsluft strömt dann durch den Kühler hindurch und dient in diesem Fall als Kühlmedium. In geschlossenen Kühlkreisläufen wird dem Kühlwasser in meisten Fällen Frostschutzmittel zugesetzt um im Winter das Einfrieren zu verhindern.

 

Welche Kühlflüssigkeit kaufen

 

kühlflüssigkeit kaufenFrüher wurde destilliertes Wasser als Kühlmittel in Fahrzeugen genutzt. Heutzutage sind Kühlflüssigkeiten allerdings hochentwickelte Produkte und die Zeiten des einfachen Wassers sind längst vorbei. Kühlmittel bestehen nun aus vielen Komponenten und haben noch weitere Funktionen neben der Kühlung des Motors. Zum Beispiel dienen zugesetzte Additive (Zusatzstoffe) zur Abdichtung, des Rost- und Frostschutzes und der Schmierung. Außerdem stabilisieren sie die elektrische Leitfähigkeit.

In den meisten Fällen muss eine aktuelle Kühlflüssigkeit kaufen, die eine Mischung aus Wasser, Kühlkonzentrat und verschiedenen Zusätzen enthält. Unterschiedlich ist aber von Fahrzeug zu Fahrzeug das richtige Mischungsverhältnis.

 

Kühlflüssigkeit kaufen oder auffüllen

 

Bei jedem Fahrzeug, egal ob jung oder alt, sollte die Kontrolle der Kühlflüssigkeit mindestens zum jährlichen Frühlingscheck gehören. Dazu benötigt man lediglich eine Gießkanne oder einen Trichter – zusätzlich eventuell eine Flasche.

Das Prüfen des Kühlwasserstands ist sehr simpel. Nachdem du die Haube geöffnet hast, sucht du nach einem in der Regel transparenten oder weißen Kunststoffbehälter. Im Motorraum gibt es davon zwar mehrere, aber alle sind mit einem jeweiligen Symbol gekennzeichnet. Der Ausgleichsbehälter der Kühlflüssigkeit ist einer der Größeren. Man erkennt ihn außerdem an einem großen, drucksicheren Deckel und dieser ist mit einem Warnsymbol versehen.

An einer Seite des Kühlflüssigkeitsbehälters sollten dann zwei Füllhöhen angegeben sein. Der untere bezeichnet das Minimum und der obere das Maximum. Wenn der Motor kalt ist sollte die Kühlflüssigkeit in etwa kurz vor Maximum liegen, bei warmen Motor allerdings auch nicht unter dem Minimum. Wenn das so ist, ist alles in Ordnung. Wenn nicht sollte man neue Kühlflüssigkeit kaufen.

 

Es kann also zu wenig, aber auch zu viel vorhanden sein. Es gibt dann folgende Maßnahmen, wenn der Flüssigkeitsstand nicht stimmt:

 

Bei zu niedrigem Kühlwasserstand sollte der erste Blick zunächst einmal unter das Auto

gehen, denn wenn eventuell ein Leck aufgetreten ist, wäre das dort meistens sichtbar.

Ist der Stand ständig zu niedrig, stimmt jedenfalls etwas nicht und es sollte eine

Werkstatt hinzugezogen werden oder man muss erstmal kurzfristig Kühlflüssigkeit kaufen.

 

Bei zu hohem Kühlwasserstand könnte ebenfalls eine Undichtigkeit entstanden sein, jedoch

eine andere. Wenn im Motorblock eine Leckage vorhanden ist, könnte Motoröl oder

Kondenswasser in den Kreislauf gelangen und den Pegel fälschlicherweise erhöhen. Die

andere Möglichkeit ist, dass schlicht und einfach zu viel Kühlflüssigkeit aufgefüllt wurde.

In beiden Fällen sollte man zur Abklärung eine Werkstatt aufsuchen.

 

Einfaches Wasser sollte man nur übergangsweise oder im Notfall einfüllen, lieber sollte man dem Auto und den Herstellervorgaben entsprechende Kühlflüssigkeit kaufen. Solche kann man unter anderem auch im Baumarkt wie beispielsweise bei Obi erhalten. Das vorhandene Kühlmittel könnte sich so stark mit dem Wasser verdünnen, dass schützende Eigenschaften verloren gehen. Es könnte im Winter einfrieren, Undichtigkeiten entstehen oder zu Rost im Kühler führen.

Mit einer Glykolmessung ist es übrigens möglich zu prüfen, bis zu welchen Temperaturen der Frostschutz gegeben ist. Diesen Service bekommt man in Werkstätten und an einigen Tankstellen.

 

Was beim Auffüllen der Kühlflüssigkeit zu beachten ist

 

Niemals bei heißem Motor die Kühlflüssigkeit kaufen und nachfüllen, es darf nur bei kaltem Motor in das System eingegriffen werden. Nach der Fahrt muss der Motor unbedingt abgekühlt sein! Man könnte sich dabei schwere Verletzungen oder Verbrennungen zuziehen, da der Kreislauf unter Druck steht. Außerdem besteht bei kalter Kühlflüssigkeit in einem warmen Motor die Gefahr der Rissbildung durch Temperaturspannungen und das kann unter Umständen teure, reparaturbedürftige Schäden verursachen.

 

Kühlflüssigkeit gekauft – Wie fülle ich nach?

 

Kühlmittel kaufenWie schon erfahren, besitzt der Ausgleichsbehälter der Kühlflüssigkeit einen druckfesten Deckel. Diesen öffnet man und füllt das Kühlmittel bis zur maximalen Markierung, oder etwas darunter, auf.

Davon abhängig wo sich der Deckel für die Kühlflüssigkeit befindet, kann sie auch direkt in den Kühler gefüllt werden. Das ist zum Beispiel noch häufig bei älteren Autos der Fall.

Anschließend startet man mit weiterhin geöffnetem Druckdeckel den Motor und lässt ihn bis zum Erreichen der Betriebstemperatur warmlaufen. Dabei fällt die Beachtung auf den Kühlwasserstand und wie dieser sich nach dem Öffnen des Hauptkühlkreislaufs verändert.

Dabei darf die Flüssigkeit nicht unter die minimale Markierung fallen. Wenn er allerding unter diese Markierung fällt, wird bei laufendem Motor noch Kühlflüssigkeit gekauft und nachgefüllt bis die minimale Marke den aktuellen Stand darstellt.

 

Wenn nun der optimale Pegel erreicht wurde, schraubt man den Deckel natürlich wieder gut zu und schließt die Haube. Wenn das Fahrzeug keinen Defekt hat, kann man nun wieder getrost und sicher fahren.

 

Kühlflüssigkeit kaufen – Möglichst nicht vermischen!

 

Auch im Notfall sollte man niemals verschiedene Produkte miteinander mischen, denn das verschlechtert den Korrosionsschutz. In einem solchen Fall ist es besser, vorübergehend nur Wasser einzufüllen. Deshalb ist es grundsätzlich gut immer eine Flasche Wasser im Fahrzeug mit zu führen. Am besten ist es natürlich, wenn man direkt die passende Fertigmischung dabei hat.

Wenn Sie nun aber verschiedene Kühlflüssigkeit kaufen und vermischen könnten die Kanäle des Kühlsytems verstopfen. Dadurch würde der Motor überhitzen und die Zylinderkopfdichtungen durchbrennen. Das hätte einen Totalschaden des Motors zur Folge.

Also gilt es unbedingt darauf zu achten, die richtige Kühlflüssigkeit zu kaufen oder im Notfall Wasser nachzufüllen.

 

Ebenso vergessen viele den vorgeschriebenen Wechsel der Kühlflüssigkeit. Das fällt vor allem in der zweiten Lebenshälfte des Fahrzeugs auf, wo eine Wartung nach Herstellervorschriften oft nicht mehr eingehalten wird. Achte also unbedingt auf die regelmäßige Kontrolle der Flüssigkeiten!

Grundsätzlich sollte dieser Wechsel alle zwei Jahre gemacht werden. Die Menge der erforderlichen Flüssigkeit ist dabei aber sehr unterschiedlich, beträgt in der Regel jedoch zwischen fünf und zehn Litern. Bei Bedarf kann ihre Werkstatt ebenso gut Kühlflüssigkeit kaufen.